Das Feld der Geschichte

Das 15. Historikertreffen in Blois stellt eine Besonderheit französischer Geschichtskultur dar, die in Deutschland weitgehend unbekannt ist. Die Teilnahme am Integrierten Studiengang Geschichte der Universitäten Bochum und Tours ermöglicht uns, eine doppelte Perspektive einzunehmen: Erstens kommentieren wir die Beiträge im Rahmen der UE découverte. Zweitens erhalten wir einen neuen Zugang zur französischen Historiographie, um diese mit der deutschen Geschichtswissenschaft zu vergleichen.

mardi 13 novembre 2012

La falsification du passé. La réécriture de l'histoire par l'idéologie nazie.

Ce débat était animé par Anaïs Kien, chercheuse en sciences humaines et documentariste sur France Culture, et il a eu lieu en présence de Laurent Olivier, conservateur du département d'archéologie celtique et gauloise au musée d'Archéologie nationale de Saint-Germain-en-Laye. Il était d'avantage question de la présentation de l'ouvrage de Laurent Olivier, Nos ancêtres les Germains1.

Le sujet du débat portait sur l'archéologie nazie et l'influence qu'elle a eu sur l'archéologie française. Laurent Olivier essaye de dévoiler une réalité qui a longtemps était resté secrète : la collaboration consciente des archéologues français pour l'"aryannisation" de la discipline. Il s’intéresse donc aux fouilles faites en France, qui avaient pour but de prouver que l'Alsace et la Moselle sont des territoires germains et que les frontières avec la France peuvent être repousser jusqu'à la Seine. Il était également question d'établir un lien entre les mégalithes de Bretagne et ceux de l'Allemagne et de la Scandinavie.

L'application d'un programme révolutionnaire nazi traduit l'intérêt croissant pour la science aryenne, la science "supérieure'". La race germanique étant supérieur, il est nécessaire de la crédibiliser par la recherche de preuves scientifiques, au point de réinterpréter l'Histoire. L'archéologie devient une science raciale (donc de conquêtes) au service du régime nazi. Les fouilles sont un réel outils de propagande. Les moyens mis en œuvre sont colossaux et la formation de professionnels pour cette discipline devient l'une des priorités scientifiques du IIIe Reich. 86% des archéologues allemands étaient membres du parti nazi car il s'agissait de personnes déjà idéologiquement formées (jeunesses hitlériennes, anciens membres des SA et des SS...). La profession d'archéologue se développe donc dans les années 30 en Allemagne, alors qu'en France elle prend de l'importance qu'à partir des années 80-90.

En plus de lever l'omerta sur la collaboration des archéologues français au régime nazi et d'affirmer que l'archéologie raciale est à l'origine de l'archéologie moderne – l'étude des héritages des peuples sur les nations modernes est due à l'idéologie nazie –, Laurent Olivier pose la question de l'utilisation des données archéologiques récoltées par le IIIe Reich. Après 1945, les archéologues ont continuité leur carrière comme professeurs dans les universités. Bien qu'ils n'exploitaient plus "racialement" les données, les méthodes développées par l'Allemagne nazie persistaient, au point de polluer la recherche archéologique européenne jusqu'au XXIe siècle.

Adrien Robin

1 OLIVIER, Laurent, Nos ancêtres les Germains. Les archéologues au service du nazisme, Paris, Tallandier, 2012

Faschismus, Kommunismus und das grundsätzliche Problem der Totalitarismustheorie

L'article suivant traitant du débat „Fascisme et Communisme. Actualité d'une comparaison“, va d'abord démontrer qu'il s'agissait d'une discussion sur la théorie du totalitarisme voire d'une confrontation de Pierre Laurent avec cette notion. Dans un deuxième temps, il est question de la critique d'une telle notion notamment au niveau du révisionnisme historique, utilisée notamment par l'extrême droite allemand pour relativiser les crimes du Reich. Finalement nous proposerons pour élargir le débat de l'enrichir avec l'approche des recherches sur les génocides pour mieux comprendre les caractéristiques structurelles de la violence nazie ou stalinienne.

Kommentar zur Debatte „Fascisme et Communisme: Actualité d'une comparaison“ unter der Leitung von Jean Birnbaum (Le Monde des Livres) mit Sophie Coeuré (Maître de conférence an der ENS), Romain Ducoulombier (Forscher am Centre d'histoire der Science Po), Nicolas Werth (Directeur de recherche am SNRS-IHTP, Mitautor des Werkes „Das Schwarzbuch des Kommunismus – Unterdrückung, Verbrechen und Terror“) und Pierre Laurent (Nationalsekretär der PCF und Vorsitzender der Europäischen Linken).
Die Debatte, angekündigt als ein Gespräch über den Vergleich zwischen Kommunismus und Faschismus, wurde, ob geplant oder nicht, zu einer Diskussion über die Totalitarismustheorie, bzw. mündete größtenteils in eine Debatte über diese Theorie. Das Problem, welches sich dabei grundsätzlich ergibt und welches sich auch immer wieder stellen wird, ist die politische Tragweite, bzw. die politisierende Verwendung des Konzeptes als Kampfbegriff in der Auseinandersetzung politischer Opponenten. Pierre Laurent wies treffend darauf hin, dass von Seiten der UMP im Vorfeld der französischen Präsidentschaftswahlen 2012 der Front de Gauche eine fundamentale Nähe zum Faschismus zugesprochen wurde: Ein Beispiel für die Ambivalenz eine Theorie, die als methodische Anleitung zum Vergleich politischer Systeme bezeichnet werden könnte, dies aber niemals allein, sondern immer auch ein politisches Instrument war.
Es ist natürlich einzuwenden, dass ein Vergleich zweier politischer Systeme grundsätzlich nicht falsch ist, doch gerade dabei stellt sich die Frage nach der Angemessenheit der Methode. Die Totalitarismustheorie eignet sich insofern nur bedingt als historisches Instrument, da mit ihr eine systematische Nähe zwischen Faschismus und Kommunismus (respektive „real existierendem Sozialismus“) nicht nur postuliert wird sondern schon als a priori existent vorausgesetzt wird. Insofern ist der historiographischen Verwendung dieses Konzeptes entgegenzuhalten, dass es sich außerordentlich gut für die Erringung politisch-kultureller Deutungshoheit der Vergangenheit instrumentalisieren lässt und dies auch geschehen ist. Exemplarisch anzumerken bleibt dabei, dass Romain Ducoulombier, als Verfechter der Totalitarismustheorie, Ernst Nolte mit der bekannten These zitierte, dass der Holocaust als Reaktion auf den Gulag zu betrachten sei. Er demonstrierte damit eine in Deutschland seit Nolte vor allem im rechten Lager verbreitete Manier, mit Hilfe solcher vereinfachender Kausalketten die Verbrechen des Nationalsozialismus zu relativieren und den Schuldvorwurf an die Adresse des Kommunismus weiterzureichen. Letzteres zeigt sich deutlich, wenn sich die Vergleiche wie auch in der Publikumsdebatte am Ende der Diskussion auf Opferzahlen oder die Grausamkeit der Verbrechen beziehen: Diese Form der Debatte ist weder historisch angemessen noch bietet sie die nötige wissenschaftliche Distanz zum Thema. Es geht dabei lediglich um eine moralisierende Hierarchisierung des Schreckens, in den meisten Fällen verbunden mit den beschriebenen mit politischen Absichten. Gerade der schlaglichtartige und auch gerne von der deutschen Rechten angebrachte Vergleich „Hitler: 6 Millionen, Stalin: 20 Millionen“ greift dabei viel zu kurz.1
Der Gewaltakt selber, seine strukturellen Merkmale, seine Ideen- und sozialgeschichtlichen Hintergründe und die moralische Konsequenz treten dabei in den Hintergrund, die Opfer werden instrumentalisiert und wie Eichmaße in Waagschalen geworfen – mit der Konsequenz historischer und moralischer Relativierung.
In der Diskussionsrunde wurde auf diese Gefahr im Prinzip nicht hingewiesen und diese navigierte daher an einigen Stellen (besonders in der Diskussionsrunde mit dem Publikum) am Rande des unreflektierten Populärrevisionismus. Es entstand als Konsequenz der Eindruck, dass es in erster Linie darum ging, den Nationalsekretär der PCF mit der Totalitarismustheorie zu konfrontieren, bzw. der PCF eine relativ enge Verbindung zu Moskau (Implikation: zum Stalinismus) zur Zeit der UdSSR nachzuweisen. Dies muss Thema einer historischen Untersuchung sein, allerdings war hier der politisierende und auch moralisierende Aspekt zu präsent, als dass sich eine wissenschaftliche Debatte hätte entwickeln können.
Gerade die überaus unvorsichtige und vorschnelle Verwendung des Genozidbegriffs in dieser Diskussion, die Orientierung an Opferzahlen und deren rein instrumentalisierende Verwendung, verstärkte den Eindruck, dass es vielmehr um eine Verteidigung der Totalitarismustheorie ging und nicht darum, neue, differenziertere oder wissenschaftlichere Kriterien im historischen Vergleich heranzuziehen. In der Diskussion wurde nämlich nicht beachtet, dass der Genozidbegriff als eine Form der Beschreibung der Struktur kollektiver Gewalt die Totalitarismustheorie ergänzen bzw. sogar zum entscheidenden Differenzkriterium in diesem müßigen, moralisierten Streit werden kann. Es kann nicht die Aufgabe dieses Artikels sein, diese Problemstellung zu lösen und doch soll die hier angefügte Definition von Prof. Dr. Mihran Dabag (Institut für Diaspora und Genozidforschung der Ruhr-Universität Bochum) als Denkansatz dienen, die Strukturcharakteristika kollektiver Gewalt im Dritten Reich und in der UdSSR zu untersuchen.
Genozid schließlich wäre die mit dem ausgesprochenen Ziel der Extermination geplante und ideologisch begründete Auslöschung einer spezifischen Bevölkerungsgruppe als solcher aus der Mitte einer Gesellschaft mit der Absicht den visionären Selbstentwurf einer homogenen Gesellschaft in Identität von Volk, Kultur, Territorium und Herrschaft durch die Vernichtung des als nicht-integrierbar definierten ‚Anderen‘ in kürzester Frist zu verwirklichen. Genozid ist somit ein gesamtgesellschaftliches, jeweils singulares Verbrechen, das sich in national spezifischen Transformationsprozessen vollzieht.“2

1 Homepage der NPD Hamburg: Wie schlimm waren die kommunistischen Verbrechen wirklich?, 25.2.2012 (http://www.npd-hamburg.de/aktuelles/nachrichten/wie-schlimm-waren-die-kommunistischen-verbrechen-wirklich-25022012_1690.html abgerufen am 29.10.2012). Oder: Homepage der NPD-Fraktion Mecklenburg-Vorpommern: Schluss mit dem Schuldkult, 1.2.2012 (http://www.npd-fraktion-mv.de/index.php?com=news&view=article&id=1080&mid=8 abgerufen am 29.10.2012).
2 Dabag, Mihran: Modern Societies and Collective Violence. The Framework of Interdisciplinary Genocide Studies, in: Genocide. Approaches, Case Studies, and Responses, hrsg. von Graham C. Kinloch und Raj P. Mohan, New York 2005, S. 37-63, hier S. 42f.



Jan Kellershohn, David Spieker, Yvonne Gacki, Marco Kampa, Simon Glöckner

mardi 6 novembre 2012

Paysans? 1870-1970: Le Grand Chambardement.

Cette exposition nous est présentée à Expo 41 et est coproduite par le Conservatoire de l'Agriculture, le musée du Compa, les archives départementales et la bibliothèque départementale d'Eure-Et-Loir, en partenariat avec les éditions Les Arènes et avec le soutien de l'Association des Amis du Compa.

A travers cette exposition, nous pouvons observer les évolutions qu'a connu le monde paysan durant un siècle.



Ces images nous rappellent les paysans du XIXème siècle avec leurs outils manuels.















Nous pouvons par la suite voir que le monde paysan se politise et s'équipe de machines.

























Nous pouvons également voir que les paysans ont traversé les guerres à travers ces affiches.



Pour finir, une représentation d'une ferme réalisée avec des jouets.



lundi 5 novembre 2012

Downtown

Pour les Rendez-Vous de l'Histoire, Radio France a délocalisé certaines de ses émissions pour des enregistrements en public. Downtown faisait donc parti de ce voyage en région. L'émission est animée par Philippe Collin et Xavier Maudit sur France Inter, du lundi au vendredi de 18h20 à 19h. 

Pour cette spéciale Rendez-Vous de l'Histoire, Collin et Mauduit recevaient 3 ministres : Jack Lang, initiateur des Rendez-Vous de l'Histoire de Blois et éternel ministre de la Culture ; Jean-Noël Jeanneney, président du Conseil Scientifique des Rendez-Vous et ancien secrétaire d'État ; Passi, rappeur et ancien membre du Ministère A.M.E.R.

La quotidienne pop et décalée du duo de France Inter a commencé par une chronique présentant la ville de Blois, une "carte postale" auditive composée d'archives sonores de l'INA. Une seconde chronique sur une brève histoire de la baguette magique est venue ponctuer l'émission.

Avec leur premier invité, Jack Lang, Collin et Mauduit ont évoqué son action culturelle à Blois, la création des Rendez-Vous de l'Histoire et l'actualité sur son nouveau livre consacré à Michel-Ange1. Avec Jean-Noël Jeanneney, le débat a porté sur la place de l'histoire dans la politique et de son appropriation par les politiques ainsi que les liens entre l'histoire et l'actualité (en échos à son nouvel ouvrage Au regard de l'histoire2). Enfin, Passi a interprété deux chansons de son nouvel album, Ère Africa. En marge du sommet de la francophonie de Kinshasa, la dernière conversation de l'émission était sur les rapports entre France et Afrique.

Malgré quelques problèmes techniques plongeant les animateurs dans un profond stress, l'émission s'est déroulée devant une salle comble et un public survolté. Hors antenne, Passi a offert en exclusivité pour les spectateurs un dernier titre, une réinterprétation de son tube "Face à la mer" (mais sans Calogero).


Après avoir été submergé par les autographes et les photos des fans, Philippe Collin et Xavier Mauduit m'ont accordé un court entretien.


Vous avez tous les deux suivis des études d'Histoire (Philippe Collin ayant obtenu une maitrise d'histoire et Xavier Mauduit venant de soutenir sa thèse de doctorat en mars 20123). Et lors de votre émission, un débat a eu lieu sur le rôle de l'histoire avec Jean-Noël Jeanneney. Pour vous, quelle place doit avoir l'histoire aujourd'hui ?

Philippe Collin : Le professeur va répondre !

Xavier Mauduit : Elle est double. Premièrement, elle est essentielle pour notre regard sur l'actu. On matte le flux d'informations, on adore ça, et à un moment tu te poses et tu regardes avec le recul. Tu as ton info qui tombe et puis tu regardes avant ce qu'il s'était passé. La démarche historique est ici appliquée pour comprendre le présent. C'est le côté important de l'histoire : elle est là, toujours présente. Deuxièmement, je vous rapporte aux travaux du Comité de Vigilance face aux Usages Publics de l'Histoire4, qui eux surveillent comment on utilise l'histoire et ce n'est pas si simple que ça. L'usage de l'histoire est très compliqué, on peut en faire se que l'on veut. L'histoire ne se manipule pas n'importe comment, il y a une méthode et une vraie réflexion.

Justement, on en revient à la controverse qu'avait provoqué la une du Figaro Magazine d'août 20125 dont les historiens dénonçaient le parti pris idéologique ou le marquage trop politique.

X.M. : En même temps, c'est le Figaro. Il y avait des historiens très intéressants dans ce numéro mais un peu orientés. Pour moi, plus on parle d'histoire, mieux c'est. Mais on ne peut pas vendre l'histoire comme une chose figée. Par exemple, la polémique du musée de l'Histoire de France c'était ça. L'Histoire de France serait un truc figé dans le temps. Mais non, c'est plus compliqué. L'histoire évolue, tout est en débat, il y a des questionnements et cela dépend où l'on se place. L'histoire ce n'est pas le papier glacé à la Stéphane Bern. Son émission, Secrets d'Histoire (France 2), est intéressante mais ce n'est pas que ça l'histoire.

P.C. : Si on met de côté la démarche scientifique, ce que j'aime dans l'histoire c'est que ça raconte aussi des histoires. Cela te permet de te créer un imaginaire, mais sans pour autant raconter n'importe quoi. J'ai fait de l'histoire pour pouvoir m'échapper du quotidien et du réel. L'histoire a cette dimension de machine à rêves. L'histoire, c'est du plaisir.

X.M. : On fait de l'histoire parce qu'on adore ça. Ce que j'aime bien aussi c'est que ça permet de comprendre. On est quand même dans un monde aujourd'hui où il n'y a rien de récent, on est que dans du vieux, comme à Paris où c'est tout du XIXe siècle. Parfois ça m'étonne de voir des gens qui passent toujours devant la même statue et qui ne savent pas de qui il s'agit. Je pense que quand on a ses petites armes culturelles, on est plus à l'aise. Même si ça ne sert pas à grand chose, se dire qu'ici il s'est passé ça permet de mieux comprendre son monde. C'est pour ça que l'histoire est liée à la géographie. Ce sont deux disciples pour comprendre le monde qui se marient très bien.

Vous avez réussi, grâce à vos émissions (Panique au Mangin Palace, Panique au ministère Psychique ou La Cellule de dégrisement sur France Inter depuis 2005), à insuffler un nouvel esprit pop à la radio. Le thème de cette édition 2012 des Rendez-Vous de l'Histoire, les Paysans, c'est pop ?

X.M. : Ils ne sont pas pop en soit mais ils peuvent être pop. Il y en a. Par exemple, les jeunes paysans d'aujourd'hui sont les nouveaux aventuriers. C'est de la folie de se dire « je veux reprendre une ferme » !

P.C. : Il y a un côté romantique.

X.M. : Je trouve merveilleux ce courage. Il n'y a que 3% de la population en France qui travaille dans le milieu agricole. Mais quelle est cette répartition dans le territoire ? C'est quasiment tout le territoire. Tout est paysan.

P.C. : Pop veut dire populaire.

X.M. : Donc tout est pop. Si tu veux confisquer un savoir, tu enlèves le côté pop de la chose, tu fais peur aux gens. « C'est trop sérieux, c'est pas pour moi ! ». Pendant longtemps, les classes populaires n'avaient pas accès à l'université et aux savoirs un peu plus "sérieux". Les grands discours sérieux dans de grands amphis écartent plein de gens. Et notre discours est de faire passer parfois des idées très complexes en les rendant pop. La libération de la forme est importante pour faire passer le message politique du fond. C'est très Bourdieu comme raisonnement mais ça fonctionne. Tout est accessible, il ne faut pas que les gens aient peur. Un livre d'histoire, même un peu compliqué, te donneras autant de plaisir qu'une mauvaise vulgarisation. Rendons les choses simples.

Propos recueillis par Adrien Robin.

1 LANG, Jack, LEMOINE, Colin, Michel-Ange, Paris, Fayard, 2012

2 JEANNENEY, Jean-Noël (dir.), Au regard de l'Histoire. L'actualité vue par les historiens. Du printemps arabe à l'élection présidentielle, Paris, Autrement, 2012

3 MAUDUIT, Xavier, Le ministère du faste : la Maison du président de la République et la Maison de l’empereur (1848-1870), Thèse de doctorat en Histoire, Université Panthéon-Sorbonne Paris 1, 2012 

4 Site du Comité de Vigilance face aux Usages Publics de l'Histoire (CVUH) : http://cvuh.blogspot.fr

5 « Qui veut casser l'histoire de France ? », Le Figaro Magazine, n° 21169/21170

Du Sang Neuf en Histoire Militaire


Cette conférence nous a été présentée par Hervé DREVILLON, professeur à l'université de Paris I Panthéon-Sorbonne, Fadi EL HAGE, chercheur français et professeur dan le secondaire, Stéphane GENET, professeur au Lycée Choiseul de Tours, Louis PANEL chargé de recherches au département de la Gendarmerie nationale du Service Historique de la Défense et Laurent VEYSSIERE conservateur du patrimoine et travaillant à la Direction de la Mémoire, du Patrimoine et des Archives.

Dans un premier temps, il a tout d'abord été question de faire la différence entre « histoire militaire » et « histoire de la guerre ». Selon Mr DREVILLON, l'histoire de la guerre n'est pas révolutionnaire, cette histoire existe depuis longtemps. Cependant, ces dix dernières années ont été marquées par un approfondissement et un renouvellement de cette histoire de la guerre. Ce renouveau a été stimulé par les recherches sur la Première Guerre Mondiale et amène aujourd’hui de nombreux débats. Ces deux histoires ne sont pas identiques, « l'histoire de la guerre » traite de l'anthropologie de la bataille alors que « l'histoire militaire » traite de l'état d'esprit des combattants. Ce nouvel élément change les points de vue et l’intérêt que l'on porte aux sorts des combattants. De multiples questions se posent alors, « les poilus étaient-ils consentants ? Acceptaient-ils le sacrifice ? ». L'histoire militaire se place du point de vue du combattant et analyse son comportement à travers cette spirale de violence qu'est la guerre. Comme je l'ai dit plus haut, l'histoire militaire est secondaire dans l'histoire de la guerre, le plus important est l’anthropologie de la bataille. Nous pouvons donc nous demander si l'histoire militaire est un paradigme pertinent pour entrer dans l'histoire de la guerre ou bien une de ses composantes ?

Pour Mr EL HAGE , l'histoire militaire est une histoire totale qui englobe de nombreuses thématiques. Mr EL HAGE prend l'exemple de son livre, Maréchaux de France, qui parle à la fois d'histoire de la guerre, d'histoire des institutions de l’État, d'histoire économique et d'histoire politique. Cette multiplicité des thèmes montre ce qu'est l'histoire militaire, une vision totale sur un sujet donné, le maréchalat dans le cas de Mr EL HAGE.

Cette pluridisciplinarité est également un atout pour Mr Genet. Dans son ouvrage, Renseignement et Action secrète sous Louis XV, il utilise comme Mr EL HAGE des sources politiques mais également diplomatiques. Il nous explique qu'il a étudié la carrière des espions, leurs salaires ainsi que l'impact de leurs renseignements sur le déroulement des batailles. Toutes ces questions ne peuvent être traitées d'un point de vue exclusif et nécessite une recherche pluridisciplinaire.

Dans cette discussion sur le caractère pluridisciplinaire de l'histoire militaire, il a été question de son évolution et de son avenir. Pour Mr Veyssiere, l'histoire militaire a pendant un temps été appelée « histoire bataille ». Cependant, les demandes du ministère de la Défense ont évolué, ils veulent une approche globale des traditions militaires et valoriser le patrimoine de l'armée et de la nation. Le Ministère de la Défense est le deuxième conservateur du patrimoine de l’État. Il souhaite développer une nouvelle écriture de l'histoire avec le développement d'un bureau spécialisé composé de dix-huit historiens qui définissent des axes de recherches. Des bourses de recherches sont décernées aux auteurs dont les travaux portent sur l'histoire militaire et un prix d'histoire militaire est remis pour récompenser les meilleurs ouvrages. Les éditeurs d'histoire sont à la recherche d'enjeux de renouvellement. L'histoire militaire est en train de profiter de la diffusion de nouveaux travaux et de nouvelles approches et connaît donc un renouveau. Le milieu de l'histoire militaire se structure et vise un public d'amateur.
Selon Mr EL HAGE, l'histoire militaire est une nouveauté, il ne s'agit plus d'une histoire qui distribue des valeurs héroïques au nom de la gloire de la France. Cette histoire militaire amène les historiens à travailler sur de nouvelles ou d'anciennes sources en renouvelant leurs méthodes. Cette nouvelle approche permet de quitter un champs qui sert une idéologie patriotique pour reprendre et élargir de multiples questionnements.

Mr GENET parle de la découverte d'un nouvel objet, son travail sur le renseignement l'a amené à travailler sur des lettres qui lui ont servi à retracer de nombreuses affaires. Pour ce travail, il a fallu qu'il sollicite des méthodes et des pratiques historiques différentes.

Pour Mr PANEL, les jeunes chercheurs sont curieux, ils replongent dans des fonds connus ou que personne ne voulait ouvrir car ils étaient trop volumineux. Ces chercheurs apportent « l’œil » de leur génération, une nouvelle vision des choses et une analyse plus complexe.

Pour Mr DREVILLON, le lien entre l'armée et la nation c'est faire connaître le rôle de nos soldats. Comme nous l'avons vu, les jeunes chercheurs redécouvrent des thèmes largement traités comme la Première Guerre Mondiale mais sous de nouveaux aspects, comme la camaraderie au combat.

Pour conclure, le renouveau de l'histoire militaire est du à un renouveau historiographique et à une évolution de la société vis-à-vis des militaires. A la fin du service militaire, l'armée devient un objet neutre et l'esprit de défense de la nation s'éloigne. Le fait militaire sort du politique. On observe une surreprésentation des ouvrages sur les guerres mondiales. L'histoire militaire a longtemps été accaparé par l'histoire culturelle. Cependant, l'histoire militaire intègre désormais de multiples thématiques historiques afin d'obtenir une vision complète et globale d'un sujet.   

Fascisme et Communisme: actualité d'une comparaison.


Avec la participation de Jean Birnbaum, responsable du Monde Des Livres, Romain Ducoulombier, chercheur associé au centre d’histoire de Science Po, Nicolas Werth directeur de recherche au CNRS et Pierre Laurent, secrétaire national du PCF.

Dans cette comparaison, nous allons tenter de répondre au débat d’actualité comparant fascisme et communisme. Selon Pierre Laurent, ce débat a été relancé au printemps par la droite politique juste avant la période électorale. C’est au moment où le Front De Gauche dépasse la barre des 10% que ce thème ressurgit. Pour Pierre Laurent, ce thème est instrumentalisé comme une arme politique. Selon lui, la violence de masse est volontaire et revendiqué par les parties fascistes, Mussolini revendique un Etat totalitaire et raciste. Le communisme, c’est tout l’inverse, et les phénomènes totalitaires se déploient contre le communisme.
Selon Romain Ducoulombier, le terme de « totalitarisme » est un « détour ». On ne peut pas non plus dire qu’il s’agit d’un terme datant de la guerre froide, car les antifascistes l’étendent au bolchevisme. L’antifascisme reste un enjeu politique, le terme de « fasciste » est utilisé par la gauche pour qualifier la droite. D’énormes progrès historiographiques ont été fait sur cette question, plus les historiens travaillent sur la société soviétique, plus ils s’aperçoivent que derrière un cadre figé, on s’enfonce dans de longues histoires nationales. Nous disions tout à l’heure que le régime totalitaire revendiquait sa violence, mais la violence est également au centre de la politique et de la pensée léniniste puisque Lénine la revendique également.  L’Union Européenne définit deux types de dictatures, le nazisme et le totalitarisme.
Selon Pierre Laurent, le stalinisme n’a rien à voir avec le communisme. Il évoque que le communisme a connu de nombreux changements et qu’il est au début d’une nouvelle époque où il renoue avec ses ambitions fondatrices du XIXème siècle.
Pour Nicolas Werth, l’ouverture des archives a permis d’approfondir la singularité du régime stalinien ainsi que ses buts. Cependant, nous pouvons voir durant toute la Guerre Froide, l’influence de Moscou à travers l’Europe, tant au niveau politique que financier. Le parti communiste paye la formation des cadres. Le parti communiste français est un hybride issu du guesdisme et du syndicalisme révolutionnaire, il reçoit et répercute en France les idées et les pratiques bolchevicks. Les idées se transforment en franchissant les frontières. Les désirs du PCF sont incompatibles avec les désirs de Staline.

Pour conclure, le communisme n’est pas à affilier au fascisme, du moins dans le cas de la France. Car comme nous l’avons vu, le PCF malgré ses rapports étroits avec Moscou, reste relativement indépendant.

La Campagne de Russie corrigée par de nouvelles sources.


Café littéraire : la campagne de Russie

Dominic Lieven, membre associé de la British Academy, La Russie contre Napoléon.
Marie-Pierre Rey, professeur à l’université Paris I Panthéon-Sorbonne, L’effroyable tragédie.

Pour commencer, nous pouvons constater que la Campagne de Russie a été faiblement étudié du côté Russe. De ce fait, chaque pays a une vision nationaliste de cette campagne car l’Etat a voulu cette vision pour faire naître une conscience nationale. Cette conscience, illustrée par des actions héroïques (la charge du Maréchal Murat à la tête de sa cavalerie), se répercute dans la littérature. Pour les Russes, la bataille de Borodino (qui est pour nous la bataille de la Moskowa) est l’élément fondateur de leur conscience nationale qui fait de cette guerre, une guerre patriotique (comme le sera la Seconde Guerre Mondiale). Toutes les classes sociales se regroupent derrière leur Tsar (Alexandre Ier) pour défendre la Sainte Russie, à ce patriotisme se mêle une consonance religieuse. Comme le pensait Napoléon, les Russes se préparaient bien à une guerre, mais à une guerre défensive, ils savaient que tôt ou tard, Napoléon les attaqueraient. Cependant, vaincre à la fois la Russie et l’Angleterre est très difficile, il est nécessaire de posséder une puissance maritime importante pour faire face à la Royal Navy et une puissance terrestre bien organisée et bien ravitaillée. Le cœur de l’Europe, et notamment la Pologne, sont au cœur des conflits qui opposent l’empire russe à l’empire Napoléonien. Tandis que Napoléon veut une Pologne libre et souveraine, le Tsar Alexandre Ier refuse de voir une puissance catholique autonome aux portes de son empire. La guerre qui s’enclenche est une guerre moderne où le patriotisme, l’espionnage et le cheval sont des éléments importants. Comme nous l’avons vu, les russes combattent pour leurs terres, ce qui est différent des armées napoléoniennes qui combattent pour la gloire et dont les rangs ne comptent que 40% de français. Ainsi les discours franco-centré de Napoléon ne parviennent pas à atteindre plus de la moitié de ses troupes, on peut le remarquer dans le fait qu’une grande partie des déserteurs sont des étrangers. Si la bataille de Borodino et le reste de l’année 1812 est vu comme une guerre patriotique pour les Russes, cela change complètement en 1813/1814 car les Russes combattent hors de leurs frontières et leurs victoires sont des victoires de l’empire, et non du peuple comme en 1812. Jusqu’en février 1812, l’empereur Russe possède un réseau d’espionnage important en France, ce qui lui permet de préparer sa défense. Les élites russes sont francophones et refusent de se battre contre ceux qu’ils portent en admiration. C’est pour cette raison qu’Alexandre Ier développe un discours nationaliste et religieux où il présente Napoléon comme l’antéchrist. Il montre également que Napoléon a perverti les principes de 1789 et que la culture française a envahi et perverti la Russie. Le financement de cette campagne du côté Russe est assuré par le trésor  au bord de la banqueroute, cependant, dès que les combats se font à l’extérieur du territoire, elle est financée par les Polonais (assaillis de nouveaux impôts) et la Prusse qui s’allie à la Russie. Comme nous l’avons vu, le cheval est très important à cette époque car il assure le ravitaillement, tire les canons et fait parti des régiments de cavalerie. Les Français rendent hommage aux chevaux russes, ils sont plus résistants, leurs sabots épais n’ont pas besoin d’être ferré. A l’inverse, les magnifiques purs sangs français sont plus faibles, ils vont subir le froid et en mourir. Le ravitaillement français n’arrive pas jusqu’aux soldats car les chevaux viennent à manquer et les charrettes s’enlisent suite aux pluies diluviennes. Les pertes humaines sont énormes, en seulement trois mois, la Grande Armée perd la moitié de ses effectifs, avant même son arrivée dans Moscou. L’hiver donne un coup de grâce à l’armée napoléonienne, dans les premières semaines de décembre, la température descend jusqu’à -37°C alors que les hommes n’ont pas de vêtements d’hivers. Pour conclure, nous pouvons donc affirmer que les Russes ont basé leur stratégie sur le manque de ravitaillement des armées napoléoniennes. Dans cette guerre s’opposent deux idéologies, l’ancien régime monarchiste et religieux contre la modernité de l’empire issu de la Révolution.